Vom Grill: Tintenfischbruschetta und mexikanischer Fisch

Wenn ich mir schonmal vornehme zu grillen………
Pünktlich um fünf fingen die Gewitter an und hörten einfach nicht mehr auf.
Da nun schonmal alles vorbereitet war, musste der Grill also wieder mal unter das Vordach gezogen werden. Das hat mit gemütlichem Grillabend dann nur wenig zu tun. Den Grill also vorgeheizt auf mittlere Hitze und eine Hälfte des Grill mit den Kohlen bestückt.

Als kleine Vorspeise gibt es Tintenfischbruschetta. Dafür wurden Tomaten entkernt und gewürfelt. Dann mit Zwiebelwürfel, Basilikum in Streifen, Olivenoel, Zitronensaft, Salz und Pfeffer vermischen. Die Tintenfischringe leicht oelen und ganz kurz auf den Grill über direkte Hitze. Aber nur 1-2 Minuten bis es gerade anfängt braun zu werden. Nicht länger, sonst wird er zäh. Und Tintenfisch, der sich wie Kaugummi braucht wirklich kein Mensch. Dann kleinschneiden und zu den Tomaten geben. Brotscheiben ebenfalls auf dem Grill rösten und mit der Tomaten-Tintenfischmischung belegen.

Danach sollte es Fischfilets mit mexikanischer Marinade geben. Ich hatte noch aus Versehen gekaufte geangelte Rotbarschloins da. Die hab ich gekauft ohne auf den Preis zu achten. Erst als ich später zuhause auf den Kassenzettel geschaut habe,  setzte spontane Schnappatmung ein.

Die Fische waren 1 Stunde mariniert in einer Mischung aus:

4 EL Olivenoel
4 TL Zitronensaft
1 TL reines Chilipulver
1/2 TL Kreuzkümmel
1/2 TL getrockneter Oregano
1/2 TL Salz
1/2 TL Knoblauchgranulat
1/2 TL Paprika

Von der Marinade habe ich 2 EL abgenommen und vermischt mit entkernten Tomatenachteln, 4 Knoblauchzehen und Frühlingszwiebeln.

Nun zuerst das Gemüse in einen Grillkorb geben und über direkter Hitze 3 -4 Minuten grillen, dann auf die indirekte Seite schieben.

Dann die Fischfilets auf den Grill. Ich hätte wissen sollen, dass das nicht gut geht. Natürlich pappten sie am Grillrost fest und liessen sich nur mit Mühe lösen. Je garer der Fisch wurde, desto mehr fiel er natürlich auch auseinander. Bevor alles verloren ist: Gemüse aus dem Grillkorb in eine Schüssel gefüllt und den Fisch dorthinein gerettet. Nach stressigen 12 Minuten war der Fisch fertig. Auf dem Foto ist das Filet zu sehen was noch so haaalbwegs zusammengehalten hat.

Und mit dem Gericht wollte ich doch am Grillevent Fisch und Meeresfrüchte von Tobias mit Gewinnnen vom BBQ Shop 24 teilnehmen. ……
Sommerevent - Alle Grillen - Fisch und Seafood - tobias kocht! - 13.06.2011-13.07.2011

Hähnchenkeulen vom Grill

Die Anwesenden werden sich an die Hähnchenkeulen erinnern, die der Grillbeauftragte Herr P.  bei meiner letzten Grillparty so zubereitet hat, dass sie aussen schon schwarz und innen noch blutig waren. Ich sehe Herrn P. mal seine jugendliche Unerfahrenheit nach und zeige heute, dass es auch anders geht ;-).

Da die Keulen nicht den Ihnen gebührenden Anklang fanden, habe ich noch einige davon in den Kälteschlaf geschickt. Gestern abend wurden sie erlöst und ihrer Bestimmung zugeführt.

Sie waren mariniert mit folgender Mischung:

4 Zehen Knoblauch fein gehackt
3 EL Sambal Olek
2 El brauner Zucker
2 EL Oel
2 EL Sojasauce
2 EL Honig

Alles mischen und die Hähnchenschenkel darin, am besten über Nacht, einlegen. Vor dem Grillen salzen.

Den Grill für mittlere indirekte Hitze vorbereiten. Die Schenkel sollen also neben, nicht auf der Glut, bei ca. 180° ungefähr 50 Minuten bei geschlossenem Deckel gegrillt werden. Dann sind sie butterzart und saftig.

Flanksteak Rollbraten vom Grill

Was ein Flanksteak wirklich ist, weiß ich bis heute noch nicht wirklich. Es heißt, es sei aus dem unteren Rippenbereich, dem „Rinderlappen“ unterhalb des Filets geschnitten. Da mir die Anatomie von Rindviechern nicht so im Detail bekannt ist, sagt mir das herzlich wenig. Wie auch immer, das Fleisch stammt aus den USA und sieht wunderbar marmoriert, aber auch sehr langfasrig aus.
Ein Flanksteak wiegt ca. 800 g, weshalb es bei uns in 2 Portionen geteilt wurde. Aus der dickeren Hälfte wollte ich den Flank Steak Rollbraten machen, den ich in der Weber Grillbibel gefunden habe. Es ist nicht ganz das original Rezept. Ich zeig euch einfach wie ich es gemacht habe und verspreche schon jetzt, daß das Ergebnis absolut überzeugt.

Das Fleisch horizontal halbieren, dabei aber nicht ganz durchschneiden, sodass eine doppelt große Fläche entsteht.
Nun eine Füllung herstellen aus:

100 Schafskäse zerkrümelt
40 g Pankobrösel (das ist japanisches Paniermehl aus dem Asia Shop) alternativ normales Paniermehl
1/2 TL getrockneter Oregano
1/2 TL getrockneter Thymian
1/2 TL tasmanische Pfefferblätter
1 Chilischote entkernt und fein geschnitten
1/2 TL Pul Biber oder andere Chiliflocken
Salz
Pfeffer

Die Füllung nun auf das Fleisch geben. Dabei einen Rand lassen, sonst quillt die Füllung beim Wickeln raus.

Das ganz stramm zu einem Rollbraten rollen und mit Küchengarn binden. Beim Wickeln ist wichtig, dass ihr längs zur Faser wickelt.

Grillbrickets für mittlere Hitze vorbereiten und den Grill damit füllen. Eine Hälfte des Grills freilassen zum indirekten Grillen.

Das Fleisch nun von allen Seiten angrillen

Dann in die indirekte Zone legen bis die Kerntemperatur 62° erreicht hat.

Noch einen Moment entspannen lassen und in dünne Scheiben schneiden.

Lecker war`s. Das Fleisch hatte einen intensiven Fleischgeschmack und war ganz zart. Die Füllung war herzhaft würzig und teilweise etwas scharf.

 

I don´t know exactly, what a Flank Steak really is. They say it was cut from the lower rib area, the „beef flap“ below the fillets. Since the anatomy of my beef critters is not as well known in detail, that tells me very little. Anyway, the meat comes from the U.S. and looks wonderfully marbled, but also very long-fiber.
A Flanksteak weighs about 800 grams, which is why it was shared from us in two portions. From the thicker half I wanted to make the flank steak roast, which I have found in the Weber Grill Bible. It is not quite the original recipe. I’ll show just how I did it and I promise now that the result is absolutely delicious.

Cut the meat in half horizontally with a butterfly cut, so that a double-sized space arises.
Now a filling of manufacture:

100 g crumbled feta cheese
40 g Pankobrösel (which is Japanese bread crumbs from the Asian store) alternatively normal breadcrumbs
1 / 2 teaspoon dried oregano
1 / 2 teaspoon dried thyme
1 / 2 teaspoon pepper leaves Tasmanian
1 chilli deseeded and finely chopped
1 / 2 tsp Pul Biber or other chili flakes
salt
pepper

Place the stuffing on the meat.  Take care fr a wider border, otherwise the stuffing will swell out during the rolling

Roll very tightly to a roast and tie with kitchen string. When winding is important that you along the fiber wrapped.

prepare charcoals for medium heat and fill the grill with it. Let free one half of the grill for indirect grilling

Place the meat on the charcoal side and turn it to all sides

Than place it in the indirect zone until it reachs the core temperature of 62 °.
Let it relax for a moment and cut into thin slices.

It was delicious . The meat had an intense meaty flavor and was quite tender. The filling was spicy, savory and sometimes a little sharp.

gegrillte Hähnchenbrust gefüllt mit Paprika und Chorizo

Die Idee dazu stammt von Stefan Marquard. Die Hähnchenbrust wird auf etwas andere Art gefüllt…,,,,,.aber dafür ist er ja bekannt 😉

Als erstes schneidet man Chorizo und Paprikastreifen.
Dann kümmern wir uns um die Hähnchenbrust. Auf der Unterseite befindet sich das Innenfilet. Das muss abgetrennt werden.
Also alles was nicht zur kompakten Brust gehört

Dann schneidet man einen Gefrierbeutel seitlich auf und legt ein Innenfilet hinein. Mit einem Fleischklopfer oder einem Stieltopf flachklopfen bis es ungefähr die Fläche einer Hähnchenbrust hat. Aber vorsichtig, es ist sehr zartes Fleisch.


In die Hähnchenbrust werden nun, je nach Größe 4-5 Querschnitte gesetzt (s. Foto). Tief einschneiden, aber nicht durchschneiden.

In diese Einschnitte kommen Chorizoscheiben und Paprikastreifen

Das Ganze wird nun mit den plattierten Innenfilets abgedeckt

Nun würzen nach Belieben, mindestens aber mit Salz und Pfeffer und dann ab auf den Grill.
Und keine Sorge, die 2 Teile backen zusammen, es fällt nicht auseinander

Und hier nochmal im Anschnitt

Kein Hexenwerk…..aber immer wieder lecker.

Nur bitte, nehmt eine vernünftige Hähnchenbrust dazu……..

Guten Appetit!
 

Zur Startseite

 

Schweinelende auf mediterane Art vom Grill

Heute kommt endlich mal wieder der Weber Kugelgrill zum Einsatz. Mediterane Schweinelende soll es geben, low and slow gegrillt. Low and slow heißt, dass der Braten über 4-5 Stunden bei einer Temperatur von 80 – 100° indirekt gegrillt. Das Ergebnis ist ein sehr zarter Lendenbraten, der kein bißchen trocken ist.

Dafür das Fleisch eine Stunde vor Grillbeginn aus dem Kühlschrank nehmen.

Aus

2 Oreganozweigen
2 Rosmarinzweigen
5 getrockneten Tomaten in Oel
50 ml Oel (Olivenoel oder das aus dem Tomatenglas)
1 EL Zitronensaft
2 Knoblauchzehen
1 TL Sambal Olek (oder mehr nach Belieben)

eine Moppsauce mixen.


Das Fleisch damit grosszügig bestreichen und den Rest aufbewahren.

Nun muss der Grill für niedrige Hitze vorbereitet werden. Ich benutze hierfür den Smokenator.  48 Buchebriketts werden abgezählt, davon 12 im Anzündkamin vorgeglüht.
In die Schale gebe ich eine Mischung aus Rotwein und Wasser.
Wer keinen Smokenator hat, der kann die niedrige Hitze mit der Minionmethode erreichen.
Hier gibt es eine Anleitung dazu.

Das Fleisch indirekt grillen, bis es eine Kerntemperatur von 65° hat. Das dauert ungefähr 4 Stunden. Zwischendurch immer wieder mit der übrigen Sauce bepinseln.

Für die Rosmarin- oder Thymiankartoffeln, die ich hier gefunden habe:

500 g Kartoffel(n), kleine (Drillinge)
2 Knoblauchzehe(n)
4 Zweig/e Rosmarin oder Thymian
50 ml Öl
Salz und Pfeffer
2 Spritzer Zitronensaft
1 EL Honig
1 EL Senf

Die Kartoffel in der Schale gar kochen

Alles andere miteinnder verrühren

Die Kartoffeln mit der Marinade vermischen und gut durchziehen lassen

Die Kartoffeln auf Spiesse stecken und grillen oder braten.

Und zum Schluss noch ein Tellerbild

Dieser Beitrag nimmt am Sommerevent Alle Grillen teil.
Sommerevent - Alle Grillen - Fleisch und Wurst - tobias kocht! - 13.05.2011-13.06.2011

Piadine mit Steak und Gorgonzola

So wenig wie dieses Jahr habe ich sonst nie gegrillt. Dabei gibt es im Sommer nichts schöneres als draussen zu sitzen und einen gemütlichen Grillabend zu geniessen…..

Es geht aber auch anders wie mich der gestrige Abend gelehrt hat. Auf der Terasse sitzen geht im Moment nicht, weil Herr Gaumenkitzler krank ist. O.k. dann grille ich eben draussen und wir essen gemütlich im Esszimmer.
Es zog sich zu, kurz nachdem ich den Grillkamin angezündet hatte  und als die Kohle durchgeglüht war, schüttete es wie aus Eimern. Und ich stand pitschnass im Regen und grillte. Zum Glück war es am Ende richtig lecker, sonst wäre mein Abend wohl gelaufen gewesen.

Piadine mit Steak und Gorgonzola

für 2 Personen

Die Steak (ich habe Rumpsteak genommen ) pfeffern und salzen und über direkter Glut in ca. 8 Minuten medium grillen, dann in Alufolie wickeln und ruhen lassen.

Fürs Piadine 180 g Wasser mit einer Prise Zucker und 1/2 Päckchen Trockenhefe verrühren und 5 Minuten stehen lassen bis es schäumt. 250 g Mehl, 1TL Salz und 1 EL Olivenoel zugeben und 10 Minuten kneten. Dann in eine geoelte Schüssel geben und 2 Stunden stehenlassen bis sich dass Volumen verdoppelt hat.
In 2 Teile teilen und jedes ca. 1 cm dick ausrollen. Dann auf ein geöltes Backpapier legen.

Mithilfe des Backpapiers auf den Grill legen (Papier oben) und das Backpapier abziehen. Bei mittlerer Hitze auf jeder Seite 2-3 Minuten grillen, bis es nach deinem Geschmack gebräunt ist. Wenn die erste Seite fertig ist umdrehen und das Brot mit Gorgonzola dolce belegen. Dabei den Rand freilassen sonst rutscht der Käse runter wenn er schmilzt.

Den Salat (besser als mein Pflücksalat wäre Rucula oder junger Spinat) mit einem Balsamico Dressing mischen (1 Knoblauchzehe zerdrückt, 1 EL Aceto balsamico, 2 EL Olivenoel, 1/2 TL Senf, Salz, Pfeffer)

Steaks nach den Ruhen in Streifen schneiden.
Piadine auf der Gorgonzolaseite mit Steakstreifen belegen, frischen geriebenen Pfeffer darübergeben und mit dem Salat belegen. Dann zusammenklappen.

Guten Appetit!
%d Bloggern gefällt das: