Sangriagelee mit Nektarinen und Orangen-Lakritz-Sorbet

Herr Gaumenkitzler hat hilflos ergeben mit den Auge gerollt, als ich ihm sagte, was ich heute ausprobiert habe……das war bevor er es probiert hat ;-)

Das Dessert stammt aus dem Buch “Meine Patisserie” von Pierre Lingelser, Patissier in der Traube Tonach. Ja, und auf dem Niveau bewegen sich die Kreationen im Buch auch. Bis auf die Zutaten handelt es sich hierbei wohl um das Leichteste.

Zunächst mal das Originalrezept

Orangen Lakritz Sorbet

600 g Orangensaft
60 g Glukosepulver
100 g Zucker
15 g Lakritzsaft
200 g Wasser
45 g Zucker
2 g Stabilisator

Orangensaft, Glukose, Zucker, Lakritzsaft und Wasser auf 40° erhitzen. Zucker und Stabilisator mischen, dazugeben und auf 70° erhitzen. In der Eismaschine abfrieren.

Klingt ja nicht schwierig.
Glukosepulver habe ich da. Wer es nicht hat, kann sicher Glukosesirup nehmen. Den kann man teuer kaufen oder selber machen. Ich wollte ihn mal in der Apotheke kaufen. Da war die Apothekerin so nett mir das Rezept aus ihrem Rezeptbuch zu kopieren:

Glukosesirup

640 g Zucker mit 360 ml 50° warmem Wasser übergießen.
Zucker lösen, einmal kurz aufkochen, filtrieren und mit kochendem Wasser auf 1000g auffüllen.

Weiter in meinem Rezept:
Lakritzsaft? Nie gehört, nie gesehen. Gegoogelt……ja, es gibt sowas von Ingo Holland. Soll ich das kaufen für die 15 g? Ich bin dann in die Apotheke, hab ein Tütchen Rheila Starklakritzbonbons gekauft und die in ein wenig Wasser aufgelöst. Davon dann 15 g in die Masse.

Sangriagelee mit Aprikosen

500 ml Rotwein
150 ml Sangriasirup (Monin)
2 Prisen Zimtpulver
50 g Zucker
12 g Gelatine (6 Blatt)
1 cl brauner Rum
Saft einer Zitrone
5 Aprikosen
rote Johannisbeeren

Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Rotwein, Sangriasirup, Zucker und Zimt aufkochen. Die Gelantine darin auflösen (Achtung: darf nicht mehr kochen), Rum und Zitrone zufügen.

Die Aprikosen in dünne Halbscheiben schneiden und im Glas anrichten. Lauwarmes Gelee darübergiessen und kalt stellen. Wenn das Gelee fest ist am Glasrand einen Rand aus Johannisbeeren legen.

Für meinen Nachbau habe ich statt Aprikosen Nektarinen genommen, weil die besser aussahen. Die Johannisbeeren wurden auch gestrichen, die waren schlichtweg unverschämt teuer.
Den Sangriasirup gab es nirgends. Ich hab dann stattdessen Blutorangensirup genommen, weil ich den noch im Haus hatte.

Auf dem Foto im Buch sind die Aprikosenschnitze hauchdünn geschnitten und überlappend den Glasrand langgelegt. Das sieht toll aus. Ich habe so gefummelt sie ebenfalls so zu drappieren und es am Ende auch geschafft. Dann habe ich das Gelee angegossen und es ging solange gut, bis der Geleespiegel die Früchte überstieg…..dann schwammen sie. Wer es also ausprobieren möchte: Gelee nur exakt bis zum Ende der Aprikosenschnitze angiessen. Für mein Dessert ist es jetzt zu spät :-(.

Zum Anrichten eine Kugel Orangen Lakritz Sorbet auf das Gelee setzen. Ich habe es dann noch mit einer geteilten, abgewickelten Lakritzschnecke dekoriert ;-)

Fazit: Es ist einfach zu machen, die Beschaffung der Zutaten ist nicht so einfach.Aber geschmacklich ist das der Knaller!!!!!

Und weil das ein Rezept aus einem Buch ist, das ich lange nicht mehr herausgeholt habe und aus dem ich noch nie etwas zubereitet habe, möchte ich damit beim DKduW mitmachen. Ich hoffe, dass Desserts ebenfalls zählen….

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Published in: on 7. Juni 2011 at 20:59  Comments (1)  
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  1. [...] Welt des Foodbloggens ist Heidi mit ihrem Blog Gaumenkitzler. Mit dem sehr ausgefallenen Dessert Sangriagelee mit Nektarinen und Orangen-Lakritz-Sorbet kann man sicher den einen oder andren Gaumen [...]


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